Historie

Historie: Martyrium der Heiligen Barbara.

Zu Ehren der Heiligen Barbara zelebrieren Gartiser & Piewak seit 1998 das inzwischen legendäre Barbarafest im Gewölbekeller des Bamberger Jazz-Clubs in der Oberen Sandstraße. Eingeladen sind Geologie-Begeisterte, Freunde und Kollegen: Eine Info-Börse für alle, die dem Geologie-Studium hinterhertrauern! Traditionell steigt das Fest am Tag der Heiligen Barbara, dem 4. Dezember.

Der Barbara-Tag ist der Gedenktag für die Heilige Barbara von Nikomedien. Sie ist der Legende nach im dritten Jahrhundert als Märtyrerin in Nikomedia (dem heutigen Izmit in Kleinasien) verblichen. Das bedeutet im Klartext: Barbaras Vater, seines Zeichens Mitglied der römisch-kaiserlichen Leibwache, gedachte, seine Tochter mit einem Jüngling vom Kaiserhof zu verehelichen. Allerdings schien er bis dahin von der Keuschheit Barbaras nicht sonderlich überzeugt und kasernierte sie kurzerhand in einem Turm.

In dieser luftigen Abgeschiedenheit bekannte sich Barbara zum Christentum. Der Vater war nicht amüsiert, enthauptete seine Tochter - und wurde nur wenige Herzschläge später selbst von einem Blitzschlag dahingerafft. So weit die illustre Legende. (Im Bild: Lukas Cranach der Ältere: Martyrium der Heiligen Barbara, 1510-15, Ausschnitt, Metropolitan Museum of Art, New York.)

Heute gilt die Heilige Barbara als eine der Vierzehn Nothelfer. Aber nicht nur das: Sie ist Schutzpatronin der Sterbenden, Helferin gegen Blitz- und Feuersgefahr, der Artillerie, Patronin der Schlesier, der Gefangenen und der Glöckner, der Architekten - und nicht zuletzt der Bergleute und Geologen. (Am Rande sei hier betont, dass sie nicht die Schutzheilige der Prostituierten ist, wie bisweilen behauptet!) In vielen Bergbau-Orten findet daher bis heute am Barbaratag oder am Sonntag danach die so genannte Barbaraparade statt - ein bergmännischer Umzug.

Wenngleich es um Barbaras historische Belegbarkeit wahrlich nicht zum Besten bestellt ist - ihr zu Ehren ein Fest zu feiern, ist trotzdem eine schöne Tradition, Historie hin oder her. Und auch wenn ihr Gedenktag deshalb seit 1969 nicht mehr im Festkalender der römisch-katholischen Kirche geführt ist: Im Terminplaner vieler Geologen hat sie bis heute ihren fest angestammten Platz verteidigt! - Glück auf! ;-)

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